Narkolepsie ist eine krankhafte Schlafstörung, unter Kataplexie versteht man den plötzlichen Verlust der Muskelspannung des Körpers. Narkolepsie und Kataplexie treten bei unseren Haustieren vor allem bei Hund und Pferd auf. Das Tier scheint zu dösen oder spontan einfach einzuschlafen. Geht dabei die Muskelspannung verloren, die den gesamten Körper stützt, fällt das Tier in sich zusammen und stürzt haltlos auf den Boden.
Die Episoden sind häufig durch eine bestimmte Stimulation wie Fütterung oder beim Pferd auch Striegeln auslösbar. Hingegen tritt Narkolepsie selten bei Spaziergängen oder Ausritten auf.

Beim Pferd kann auch eine Schlafunterdrückung, z.B. bei Stress in einer Herdenhaltung, bei der sich das Pferd nicht traut, sich zum Schlafen hinzulegen, zu narkoleptischen Symptomen führen. Dies ist dann aber keine Narkolepsie.

Zur Untersuchung, ob eine Narkolepsie vorliegt, gehört der Ausschluss anderer Ursachen für einen Kollaps. So müssen beispielsweise  kardiale, also Herz-bedingte Erkrankungen ausgeschlossen werden, die ebenfalls derartige Kollapse verursachen können. Tumore, die auf den Hirnstamm drücken (zum Beispiel bei Pferden mit dem Cushing-Syndrom), können ebenso narkoleptische Episoden auslösen.

Im Zweifel gibt es pharmakologische Tests, um Narkolepsie zu diagnostizieren. Das Tier bekommt Medikamente, die die Anfälle entweder auslösen oder sie unterdrücken.

Es gibt eine angeborene Form, die sich schon beim Jungtier zeigt, und eine erworbene Form, an der ein Tier später in seinem Leben erkrankt. Nachweisen lassen sich diese Formen der Narkolepsie durch den Botenstoff Hypocretin, der bei den erkrankten Tieren in verminderter Menge in der Zerebrospinalflüssigkeit vorliegt.

Darüber hinaus existiert sowohl bei manchen Hunderassen (Labrador, Dobermann, Dackel) wie auch beim Menschen eine genetische Variante. Bei dieser familiären Form der Narkolepsie gilt eine erbliche Genmutation am Hypocretin-Rezeptor-Gen 2 als Auslöser. Die Hypocretin-Konzentration ist in diesen Fällen normal. Den betroffenen Tieren oder Menschen fehlt nur der Empfänger (Rezeptor) für den Botenstoff, so dass dieser nicht wirken kann.

Es existieren unterschiedliche medikamentelle Therapieansätze.

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