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Epileptische Anfälle sind eine kurzzeitige hypersynchrone Überaktivität der Neurone des Gehirns: Man könnte sagen, alle Nervenzellen machen auf einmal gleichzeitig das Gleiche und viel zu viel. Dies zeigt sich meist als unwillkürliche Bewegungen (klonische Anfälle) oder Streckung der Gliedmaßen (tonische Anfälle) oder eine Mischung aus beidem. Anfälle können generalisiert sein, sprich den kompletten Körper betreffen, oder nur einzelne Teile des Körpers (=fokale Anfälle). Bei generalisierten Anfällen verlieren die Tiere oft das Bewusstsein, sind nicht mehr ansprechbar, setzen unbeabsichtigt Kot oder Urin ab oder speicheln sehr stark. Normalerweise dauern diese Anfälle nur wenige Minuten (ca. bis zu 2 Minuten). Danach sind die Tiere oft verwirrt und unsicher im Gang (=Ataxie). Manche Tiere erkennen ihre Besitzer zunächst nicht wieder, zeigen Anzeichen einer Blindheit oder sind unsicher und aggressiv. Diese Symptome vergehen meist innerhalb kurzer Zeit wieder, können aber unter Umständen mehrere Tage anhalten (=postiktale Phase).

Neben den beschriebenen Anfällen werden Variationen beschrieben: Phasen, in denen das Tier nicht ansprechbar ist und ins Leere starrt; Episoden, bei denen das Tier kurzzeitig nicht richtig gehen kann. Ob es sich bei diesen episodischen Störungen um Anfälle handelt, lässt sich nicht immer zweifelsfrei beurteilen.

Erst spezielle Auffälligkeiten in der Elektroenzephalographie lassen eindeutig einen epileptischen Anfall feststellen.

Elektroenzephalogramm (EEG) zur Messung der Hirnströme kann wach oder in Sedation gemacht werden.

Elektroenzephalogramm (EEG) zur Messung der Hirnströme kann wach oder in Sedation gemacht werden.

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