Tumoren im Bereich des Rückenmarks sind bei Hund und Katze relativ häufig. Sie werden entsprechend ihrer Lokalisation in Bezug auf das Rückenmark und dessen Häute in extradurale, intradural-extramedulläre und intramedulläre Tumoren unterteilt.

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Im Gegensatz zum Menschen kommen überwiegend primäre Tumoren, d.h. von den jeweiligen Strukturen ausgehende Tumoren vor. Seltener sind Metastasen anderer Tumore im Körper.
Die klinischen Symptome richten sich nach der Lokalisation der Tumore und der Wachstumsgeschwindigkeit. Meist sind ältere Tiere betroffen. Neben reinen  Schmerzen können die unterschiedlichsten neurologische Ausfälle, teilweise auch sehr plötzlich auftretend beobachtet werden.
Am häufigsten sind extradurale Tumore, d.h. ausserhalb der Hüllschichten des Rückenmarks im Wirbelkanal gelegen. Zu diesen zählen z.B. Knochentumore, Bindegewebstumore und bei Katzen sehr häufig auch Lymphome. In der Mehrzahl der Fälle sind sie maligne (bösartig).

Die Diagnose erfolgt mittels bildgebender Verfahren, insbesondere der CT oder MRT. Eine Therapie ist in den meisten Fällen nicht möglich.

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Die intradural-extramedullären Tumore sind überwiegend von den Hüllen des Rückenmarks (Meningeome) oder den Hüllzellen der Nerven und Nervenwurzeln (periphere Nervenscheidentumore) ausgehend. Auch hier treten in Abhängigkeit der Grösse und Lokalisation nur Schmerzen oder neurologische Defizite auf. Die Diagnostik erfolgt mittels CT oder MRT. In Abhängigkeit der Grösse der Tumoren sind diese durchaus chirurgisch zu behandeln und gute Überlebenszeiten bei Hunden und Katzen zu erzielen.
Die intraduralen Tumore stellen seltene Tumoren des Rückenmarks dar, die in aller Regel nicht therapierbar sind.

Wichtige Differentialdiagnosen sind Bandscheibenveränderungen und entzündliche Erkrankungen.

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