Die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) ist eine seltene, jedoch sehr schwer verlaufende Viruserkrankung beim Hund.

Hunde infizieren sich an Zecken, die das Virus übertragen. Viele Hunde entwickeln nach Kontakt zu dem Virus Antikörper gegen das FSME-Virus ohne zu erkranken. Ein kleinerer Teil erkrankt jedoch an einer sehr schwer, oft auch tödlich verlaufenden Enzephalitis. Der Krankheitsverlauf ist akut und hoch fieberhaft (> 40 oC Körpertemperatur).. Betroffen ist die graue Substanz im Bereich des Hirnstamms und Rückenmarks (Poliomyelitis), Es kommt zu schweren Lähmungen aller Gliedmaßen (Tetraparese, Tetraplegie) mit Gehirnnervenausfällen und verändertem Bewusstsein. Die Diagnose „Virusenzephalitis“ wird mit Hilfe der Gehirnwasseruntersuchung (Liquoranalyse) gestellt. Im Liquor sind kleine Lymphozyten in hoher Zahl nachweisbar. Zusätzlich sind FSME Antikörper-  oder seltener der Virusnachweis (PCR) positiv. Mit dem IgM Antikörpertiter sollen Infektionen früh im Krankheitsverlauf erfasst werden und von einem Viruskontakt ohne Erkrankung unterschieden werden. Es gibt keine wirksame Therapie. Wichtig ist die Pflege der betroffenen Tiere, häufiges Wenden, Unterstützung von Futter- und Wasseraufnahme, Harn-  und Kotabsatz sowie eine intensive Physiotherapie der gelähmten Gliedmaßen. Dennoch sterben viele schwer erkrankte Hunde oder müssen als Folge der bleibenden Lähmungen euthanasiert werden. In seltenen Fällen kann jedoch auch eine Heilung  möglich sein.

Eine Impfung steht bisher für den Hund nicht zur Verfügung.

Das Vorkommen von FSME ist weitgehend auf bestehende Risikogebiete in Süddeutschland und der Schweiz beschränkt.  

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